Specials

21:35 Uhr ⋅ 26.10.2011

Final Fantasy – Die Geschichte der japanischen Rollenspielserie [Teil 2]

Der erste Teil dieser Reihe rettete damals dem kleinen Unternehmen Squaresoft die Existenz, was gleichsam den übersetzten Titel „Letzte Fantasie“ begründet. Seitdem sind mittlerweile 14 Teile (sogar 15, wenn man die direkte Fortsetzung von „Final Fantasy X“ dazu zählt) aus der Hauptserie erschienen, darunter zwei MMORPGs. Von den dutzenden Ablegern fange ich besser gar nicht erst an. Da kann man leicht den Überblick verlieren. Daher machen wir uns auf zu einer Reise durch sämtliche Teile. In diesem zweiten Artikel zur Reihe widmen wir uns Final Fantasy IV, V und VI. Diese erschienen alle zunächst auf dem Super Nintendo Entertainment System (SNES).

 

Final Fantasy IV

Während der vierte Teil bereits am 21. August 1991 in Japan erschien, konnten europäische Spieler erst mit der Final Fantasy Anthology in den Genuss des Spiels kommen. Diese Neuauflage war ab dem 17. Mai 2002 für die PlayStation verfügbar. Erstmalig gibt es zu erledigende Nebenaufgaben. Spielbar sind insgesamt 11 Charaktere, wobei im Kampf nur fünf davon gleichzeitig einsetzbar sind. Auch Cid ist als Konstrukteur der Luftschiffe des Königreichs Baron wieder vertreten. Die Schlachten werden mit dem sogenannten ‚Active Time Battle‘-System ausgeführt. Das bedeutet, dass die Kämpfe nicht pausieren, sondern stetig eine ATB-Leiste gefüllt und bei Angriffen geleert wird. Dadurch erhält man ein Gefühl von Kämpfen in Echtzeit. Die Teile zuvor waren völlig rundenbasiert.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Anführer der Rotschwingen Cecil. Zusammen mit seinem Freund Kain wird er vom König des Landes für finstere Machenschaften ausgenutzt. Nachdem der Held dies erkennt, wendet er sich von Baron ab. Erneut dreht sich alles um vier Kristalle, die der zunächst ungewisse Bösewicht erbeuten will. Auf der anderen Seite steht Cecil, der im Laufe des Abenteuers treue Begleiter um sich versammelt, damit er dieses Vorhaben vereiteln kann. Vier weitere Kristalle befinden sich in der Unterwelt, wo Zwerge hausen. Mit allen acht Kristallen – so glaubt es der Fiesling – kann man den Turm von Bab-il aktivieren, der den Weg zum Mond ebnen soll, um eine unglaubliche Macht zu erlangen. Allerdings weiß er nicht, dass die Lunarier dort wohnen. Ein gewisser Zemus, der dieser Rasse angehört, wurde in einen Tiefschlaf versetzt, weil er die Menschen zwecks Umsiedlung auslöschen wollte. Nun wacht er mit größtem Hass wieder auf. Damit beginnt der Höhepunkt des Spiels. Das Schicksal der ganzen Welt liegt in den Händen der Heldentruppe.

 

Final Fantasy V

In Japan wurde das Spiel am 6. Dezember 1992 herausgebracht. Für Europa erschien es zusammen mit dem Vorgänger in der Final Fantasy Anthology für die PlayStation. Dieser Teil steht ganz klar im Zeichen eines ausgefeilten Gameplays. Es ist die bisher anspruchvollste Spielmechanik im „Final Fantasy“-Universum und kommt zugleich sehr flexible daher. Die Party, bestehend aus vier Personen, kann darin zwischen 25 verschiedenen Klassen auswählen. Erlernte Fähigkeiten lassen sich kombinieren. Des Weiteren wurden die Dungeons erstmalig mit schönen Rätseln versehen, was zur Abwechslung beiträgt. Somit können durch Schalter oder Bodenplatten verschiedene Türen geöffnet beziehungsweise Durchgänge geschaffen werden. Für die Profis gibt es diesesmal ebenso zwei optionale Endgegner: Omega sowie Shinryu. Solche Gegner kehren auch in den folgenden Teilen wieder. Wie im vorherigen Teil kommt das ‚Active Time Battle‘-System zum Einsatz.

Kommen wir nun zur Story: Wer hätte es anders gedacht? Die vier Kristalle der Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser stehen im Zentrum der Geschehnisse. Wenn einer davon zerbricht, gerät auch das jeweilige Element ins Wanken. Doch damit nicht genug. Ebenso würde sich das Siegel, welches den finsteren Zauberer Exdeath gefangen hält, auflösen. Ein Glück also, dass sich ein fünfköpfiges Heldenteam zusammenfindet und dies verhindern will. Diesesmal besteht der Trupp aus dem Abenteurer Bartz Klauser (in Japan Butz), der Prinzessin Lenna Charlotte Tycoon, der Piratin Faris Scherwiz, dem alten Mann Galuf Halm Baldesion, welcher sein Gedächtnis verlor, und seiner Enkelin Krile Maia Baldesion (in Japan Kururu). Letztere ist eine Art Tierflüsterin, denn sie kann mit den beliebten Mogrys und Drachen sprechen. Wie sich nach einiger Zeit herausstellt, gibt es noch eine zweite Welt, aus der Bösewicht Exdeath und Galuf stammen. Das Abenteuer führt die Helden in eben jene Welt. Dort gibt es ebenfalls vier Kristalle, welche der – aus der Gefangenschaft entflohene – Zauberer ebenso zum Zerbrechen bringen will. Dieses Vorhaben gelingt ihm, aber sein wahres Ziel zeigt sich erst noch. Er möchte in einen Interdimensionalen Riss eindringen, in dem das Nichts gefangen ist, welches damals gegen die Menschheit kämpfte. Das Finale läuft auf eine Schlacht zwischen den Helden und der finalen Form des Magiers namens Neo-Exdeath hinaus.

 

Final Fantasy VI

Hiermit sind wir bereits beim letzten „Final Fantasy“-Teil für das Super Nintendo angelangt. In Japan erschien das Spiel am 2. April 1994. Wir mussten einmal wieder auf die Neuauflage warten, die am 1. März 2002 für die PlayStation endlich auch in Europa erschienen ist. Eine Anspielung auf Star Wars ist in diesem Teil besonders präsent: Die beiden spielbaren Charaktere Biggs und Wedge, in deren Rolle man am Anfang des Spiels schlüpfen kann, haben ihren Auftritt. Damit sind höchstwahrscheinlich Biggs Darklighter und Wedge Antilles gemeint. Auch in „Final Fantasy VII“ und „Final Fantasy VIII“ haben sie eine etwas größere Rolle. Sie sind wie der immer mal wiederkehrende Cid, der mit Luftschiffen in Verbindung steht. Grafisch bringt dieser Teil das SNES fast an seine Grenzen und es werden dem Spieler zwei komplette Weltkarten geboten. Es gibt 14 spielbare Charaktere, aber wie gewohnt können nur vier davon im Kampf eingesetzt werden.

Vor 1000 Jahren ereignete sich eine riesige Schlacht zwischen den Menschen und mystischen Espern. Seitdem soll die Magie ausgestorben sein. Eine der Protagonisten ist Terra Branford, eine junge Frau mit magischen Fähigkeiten. Sie kann Magie auf natürliche Weise einsetzen, da sie zur Hälfte selbst eine Esper ist. Diese will sich das finstere Imperium zu Nutze machen. Daher wird sie gejagt. Aus diesem Grund schart sie treue Verbündete um sich. Sie will den Imperator Gestahl und dessen General Kefka bezwingen. Zu den Begleitern zählen Celes, Cyan, Edgar, Locke, Sabin, Relm, Gau, Strago, Setzer und Shadow. Allerdings befinden sich diesmal drei Statuen im Mittelpunkt der Macht. Diese sollen der Quell aller Magie und von den Göttern erschaffen worden sein. Kein Wunder also, dass sich der Oberbösewicht Kefka, der zuvor den Imperator tötete, diese aneignen will. Dabei geht alles letztlich so weit, dass sich eine Art Weltuntergang ereignet. Als Celes muss man seine Begleiter in einer Welt voller Schutt und Asche wiederfinden, um den letzten Schicksalskampf austragen zu können.

 

Zu weiteren Teilen der Reihe: 1 [I-III], 2 [IV-VI], 3 [VII-IX], 4 [X-XII], 5 [XIII-XIV]





 
 

 

Final Fantasy XIV – Infos zur PS3-Version sollen bei der TGS 12 enthüllt werden

Square Enix soll laut einem Interview des japanischen Spielemagazins Famitsu auf der Tokyo Game Show 2012 neue Details zur Playstation 3-Version des MMORPGs „Final Fantasy XIV“ enthüllen. Da man das am morgigen Tag...
von Stephan Schwab
0

 
 

Sleeping Dogs – Demo nun verfügbar (Update: Nicht in Deutschland)

Update: Leider steht die Demo nicht im deutschen Store zur Verfügung. Ursprüngliche Meldung: Eine Demo zu „Sleeping Dogs“ ist am heutigen Tag auf allen drei Plattformen: PC, Playstation 3 und Xbox 360 online gegan...
von Stephan Schwab
0

 
 

Final Fantasy XIII – Die Saga rund um Lightning geht in eine neue Richtung!

Der japanische Konzern Square Enix hat eine neue Teaser-Webseite online gestellt, die mit „A Storm Gathers“ (zu Deutsch: Ein Sturm zieht auf) betitelt wird. Dem dortigen Text zufolge soll die Saga um Protagonistin L...
von Stephan Schwab
0

 




0 Kommentare


Schreib jetzt den ersten Kommentar!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.