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23:00 Uhr ⋅ 23.08.2011

Gamescom 2011 – Das Messe-Tagebuch

Für GamersXL war ich von Donnerstag bis Freitag auf der größten Spielemesse der Welt. Es war ein Wechsel zwischen langer Wartezeit und kurzer Spieldauer. Ob es sich gelohnt hat? Das erfahrt ihr in meiner Zusammenfassung.

Donnerstag

Es ist 8:30 Uhr. Ich stehe in der Eingangshalle der gamescom und warte auf den Einlass. Dieser ist aber erst um 10 Uhr. Ich sehe wie immer mehr Menschen sich hinter mir und neben mir tummeln. Kaum ist eine Stunde vergangen, bin ich schon ca. 20 Meter nach links und nach vorne gedrückt worden. Die Leute wollen endlich rein, aber sie dürfen nicht. Nach einer halben Stunden ist es 10 Uhr und die Besucher stürmen die erste Halle.

Ich machte mich ruhig auf den Weg in Halle 7. Mein erstes Ziel war nämlich der Ubisoft-Stand und das Spiel „Assassin’s Creed: Revelations“. Dort angekommen musste ich nur 40 Minuten warten. Ich und Andere wurden in einen kleinen Raum geführt in dem schon einige saßen. Bevor ich mich fragen konnte warum das so ist, hat uns ein Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass hier zwei Gruppen ihre Plätze finden: Einmal die Leute, die für das Spiel „Ghost Recon: Future Soldier“ und einmal die, die für „Assassin’s Creed: Revelations“ anstehen. So können sich beide Gruppen beide Präsentationen  anschauen. Keine Reaktion des Publikums. Darauf fing ich einfach an zu applaudieren, weil es für mich eine Ausnahme auf der gamescom darstellt. Kein anderer Publisher hat etwas in der Art gemacht. Nach einer kurzen Zeit applaudierten alle und der Mitarbeiter bedankte sich. Sofort danach begann die Präsentation mit der Kinect-Applikation „Gun Smith“ für das Spiel „Ghost Recon: Future Gamescom 2011Soldier“. Damit kann man mit der Bewegungssteuerung und dem eingebauten Mikrofon von Kinect seine Waffen zusammenstellen und austesten. Für mich nichts neues, denn das Gleiche habe ich schon auf der E3 gesehen. Genauso die darauf folgende Live-Demo zum neuen „Assassin’s Creed“-Spiel. Alles alte Kamelle der E3. Nur eines war neu: Die deutsche Synchronisation. Ich habe schon befürchtet, dass sich Ezio in der deutschen Version immer noch jung anhört, aber ich wurde nicht enttäuscht. Nach der Präsentation wurden die jeweiligen Gruppen zu ihren Spiel-Stationen gebracht und durften endlich loslegen. Falsch gedacht, denn meine Gruppe war 32 Leute groß und der Mehrspieler von „Assassin’s Creed: Revelations“ bietet, wie sein Vorgänger, nur Platz für 8. Zum Glück gab es insgesamt 16 Plätze. So konnte die erste Hälfte spielen und die andere zuschauen. Nach 8 Minuten war ich an der Reihe. Der angespielte Modus zeigt einem nicht mehr die Richtung an, in der sich das Ziel befindet. Dadurch bin ich erst 5 Minuten lang rumgeirrt. Weiterhin gibt es logischerweise neue Charaktere und neue Fähigkeiten. Das Betäuben geht jetzt viel einfacher als in „Brotherhood“. Laut den Entwicklern gibt es drei Situationen: 1. Wenn der Angreifer schneller auf den Kill-Button drückt als das Ziel den Betäuben-Button, wird das Ziel getötet. 2. Wenn der Angreifer und das Ziel ihre Knöpfe jeweils zeitgleich drücken, wird das Ziel getötet. Es erhält aber einige Punkte dafür, dass es den Angreifer erkannt hat und betäuben wollte. 3. Das Ziel ist schneller und betäubt den Angreifer ohne Probleme. Nach den 8 Minuten habe ich das Spiel auf dem 1. Platz beendet. Leider gab es dafür keine Auszeichnung.


Nach einigen weiteren Spielen, wie zum Beispiel „Rayman: Origins“, stand ich am „Gears of War 3“-Stand. Hier habe ich die meiste Zeit am Donnerstag verbracht. An die genaue Zeit kann ich mich nicht nicht mehr erinnern, aber es war ziemlich lange. Nach einiger Zeit habe ich bemerkt, dass sich im gleichen Raum auch „Halo: Anniversary“ befindet. Irgendwie wollte da fast keiner hin, und so kam eine Mitarbeiterin von Microsoft. Zwei Personen fehlten noch für „Halo“. Eine meldete sich und ging. Ich hatte kein Interesse, bis die nette Frau mir erklärt hat, dass wenn ich in Begleitung bin, nach dem Spielen von „Halo“ wieder zurück in die Schlange durfte. Ich nahm das Angebot an und ging mit. Nach dem „Halo“-Mehrspieler war mir eins klar: Das Spiel ist nichts für mich. Nach einer weiteren Ewigkeit durfte ich endlich „Gears of War 3“ sGamescom 2011pielen. Der Beast-Modus, in dem ihr einen Locust, den Feind des Menschen spielt, war super. Zu Fünft durfte man die Menschen niedermetzeln, welche Barrieren gegen einen aufgebaut haben. Der Beast.Modus ist eigentlich der Gegensatz zum Horde-Modus, denn dort spielt man die Menschen. Somit ist es genau das Gegenteil. Nach 10 Minuten war der Spaß leider schon vorbei.

Auf ging es zurück zu Ubisoft und „Ghost Recon: Future Soldier“. Die Schlange war nicht sehr lang, aber das Warten dauerte ungefähr eine Stunde. Nach dieser Wartezeit war es endlich an der Zeit „Ghost Recon“ zu spielen. Nur irgendwie wurden wir an den Spielstationen vorbeigeführt und landeten in einem kleinen Vorführraum, welcher auf der Leinwand das Logo von „FarCry3“ hatte. Es war mir sofort klar: Ich stand in der falschen Warteschlange! Ich dachte mir, dass ich einfach das beste daraus machen sollte. Die vorgeführte Live-Demo war es aber nicht mal wert angeschaut zu werden, denn es war das Gleiche wie auf der E3. Nach der Demo, die ich übrigens schon unzählige male auf YouTube gesehen habe, ging ich endlich zur richtigen Warteschlange von „Ghost Recon: Future Soldier“. Nach 30 Minuten war ich auch schon dran. Wer sich noch an den Anfang des Textes erinnert, weiß, dass ich mir erst erneut die Vorführung von „Gun Smith“ und „Assassin’s Creed: Revelations“ anschauen musste. Da wir schon fast 20 Uhr hatten und die gamescom langsam ihr Ende fand, merkte man es auch den Mitarbeitern von Ubisoft an: Sie waren unkonzentriert. Die Live-Demo von „Assassin’s Creed“ hatte einige peinliche Momente, die die Präsentation nur unnötig in die Länge gezogen haben. Ich war dann froh, als die „Ghost Recon“-Gruppe endlich spielen durfte. Hier waren wir insgesamt 16, aber das Spiel bot wieder nur Platz für 8 Spieler. Wieder hieß es: Zuschauen und dann Spielen. Die Demo bietet den Modus „Konflikt“, in dem 4 gegen 4 spielen. Es können zwischen drei verschiedenen Klassen gewählt werden. Den Nahkämpfer mit einer Schrotflinte, dem Soldaten für mittlere Distanz und dem Scharfschützen. Als ich spielen durfte, konnte ich mir insgesamt keine richtige Vorstellung des Spiels machen, weil ich durch die Map geirrt bin und die Hälfte der Zeit keinen Gegner gefunden. Wenn ich einen gefunden habe, bin ich gestorben. Die Demo hat definitiv. Lust auf mehr gemacht, und nach einem kleinen Plausch mit dem Entwickler von „Gun Smith“ war der erste Tag auch schon zu Ende.

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Über den Autor

Kevin Pietruschka
Redakteur
Ich schrieb regelmäßig die verschiedensten Artikel: Von News über Tests bis hin zu Berichten und Kolumnen.
Lieblingsspiele: Assassin's Creed (komplett), Gears of War (komplett), Red Dead Redemption




 
 

 

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